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Luckenwalder Webersiedlungen

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Luckenwalde wurde während des dreißigjährigen Krieges durch Zerstörung und Krankheiten fast entvölkert. Um dem entgegen zu wirken warb Preußen Handwerker an. Sie erhielten viele Vergünstigungen. Dies kam auch Luckenwalde zu Gunsten.Anfangs erfolgte die Ansiedlung in den alten Stadtgrenzen. Danach wurden für sie die Zinnaer Vorstadt, die Heidestraße und die Rudolf-Breitscheid-Straße angelegt.

Durch die preußischen Weber angelockt, folgten weitere Handwerkerfamilien. Für sie wurden die heutige Käthe-Kollwitz-Straße, die Kleine- und die Große Weinbergstraße sowie die Ziegelstraße angelegt.Bis 1790 wurden insgesamt 123 Kolonistenhäuser errichtet. Sie waren zugleich Wohnung und Werkstatt. 1782 unterzeichnete der preußische König Friedrich der Große die Konzession für den Bau der "Großen Fabrik" und damit begann der Luckenwalder Aufstieg zur Industriestadt. 

Ursprünglich wurde noch in Heimarbeit gesponnen und gewebt. Dann aber diktierten die Betreiber der "Großen Fabrik" die Preise. Die Handwerker hielten dem nicht stand und verdingten sich als Lohnarbeiter.Da die beiden Vorstädte außerhalb des damaligen Luckenwalde lagen, besaßen ihre Einwohner kein Bürgerrecht. Die Meister mussten erst für ihre Gesellen und sonstigen Hausgenossen vor dem Luckenwalder Bürgermeister einen Bürgereid schwören.Ende des 19. Jahrhunderts wollte Luckenwalde Großstadt werden, so veränderte sich auch das Aussehen der Vorstädte. Zum Teil wurden die alten Weberhäuser abgerissen oder so umgebaut, dass ihr ursprüngliches Aussehen kaum noch erkennbar war.

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